Outperformance von direkten Private-Equity-Investitionen
Direkte Investments in Private Equity können eine deutliche Outperformance gegenüber einem delegierten Exposure, etwa über einen Private Equity Fonds, liefern. Zu diesem Ergebnis kommen Lily Fang von der INSEAD Business School sowie Victoria Ivashina und Josh Lerner von der Universität Harvard, die direkte Private Equity Engagements von sieben institutionellen Investoren mit fondsbasierten Benchmarks verglichen haben.
Auch unter Berücksichtigung des größeren Due Diligence Aufwands ist es demnach lohnend ohne Umweg über einen Fonds selbst aktiv in den Private Equity Sektor zu investieren. Für die Analyse haben die Autoren Private-Equity-Investitionen analysiert, die von institutionellen Investoren entweder alleine (Solo) oder als aktiver Investor mit einem Private Equity Fonds zusammen (Co-Investments) durchgeführt wurden und die Ergebnisse mit der Entwicklung fondsbasierter Benchmarks über den gleichen Zeitraum verglichen.
Quelle: Fang, Ivashina, Lerner (2012)
Die besten Ergebnisse lieferten dabei direkte Investitionen, die nicht in Zusammenarbeit mit einem Fondsmanager, sondern von Investoren alleine durchgeführt und überwacht wurden. Allerdings lassen sich die Resultate nicht ohne weiteres verallgemeinern. So umfasst die Stichprobe der Autoren nur sehr große Investoren, für kleine bis mittelgroße institutionelle Anleger kann ein direktes Private Equity Exposure daher zu weniger vorteilhaften Ergebnissen führen. Insbesondere der größere Informationsvorsprung kann für einen Teil der Outperformance verantwortlich sein.