20.02.2013 | Research

Outperformance mit ESG-Momentum-Strategie

Eine Ausrichtung der Portfoliokonstruktion an ESG-Faktoren ist nicht mit Performanceeinbußen verbunden, stellt MSCI in einer Forschungsarbeit fest, die Ende letzten Jahres publiziert wurde. Darin untersuchen die Autoren in drei Strategieansätzen die Auswirkungen von ESG-Ratings auf die Portfolioperformance zwischen Februar 2007 und Juni 2012. Demzufolge wirkt sich im ersten Ansatz die Reduzierung des MSCI World Universums nach ESG-Kriterien negativ auf die Performance aus. Die zweite Strategie verzichtet auf den Ausschluss von Einzeltiteln. Stattdessen werden Titel mit hohem Score übergewichtet und solche mit niedrigen ESG-Werten untergewichtet. In diesem Szenario weisen die Autoren eine Überrendite nach, die sie auf die zyklischen Eigenschaften der übergewichteten Aktien zurückführen.


Quelle: MSCI

Die beste Performance erreicht der dritte Ansatz, in dem ebenfalls auf das ganze Universum zurückgegriffen wird. Im Gegensatz zur zweiten Strategie werden allerdings solche Titel übergewichtet, die ihr Rating jüngst verbessern konnten. Ratingverschlechterungen werden dementsprechend untergewichtet. Die ESG-Momentum-Strategie liefert die beste risikoadjustierte Performance der drei Ansätze und generiert eine Outperformance über den gesamten Betrachtungszeitraum.

Die größten ESG-Trends für dieses Jahr sieht MSCI in einer Beschleunigung des Klimawandels, steigender Poltikverdrossenheit sowie Unruhen in den Schwellenländern. Das öffentliche Anprangern der Arbeitsbedingungen in China, Indien und Russland könnte sich nachhaltig auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken, schreibt MSCI.

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