Optimierung von Currency-Carry-Strategien
Currency-Carry-Strategien sind aufgrund ihrer hohen risikoadjustierten Renditen attraktiv für institutionelle Investoren, unterliegen jedoch auch hohen potentiellen Tail-Risiken. Eine auf Fundamentaldaten basierende Währungsstrategie stellt Masahiro Nozaki in einem aktuellen Arbeitspapier des International Monetary Fund (IMF) vor. Mit dieser können Carry-Strategien potentiell verbessert werden. Investoren nehmen eine Long-Position in unterbewerteten Titeln bzw. eine Short-Position in überbewerteten Titeln ein. Der Fundamentalwert der Währungen wird durch eine Querschnittsregression ermittelt, die Terms-of-Trade und den Balassa-Samuelson-Effekt berücksichtigt.
Quelle: IMF
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die Fundamentalstrategie zu einem geringeren Sharpe Ratio führt, in Marktphasen mit erhöhter Volatilität jedoch deutlich bessere Ergebnisse liefert, als eine Carry-Strategie. Auch sei die Renditeverteilung von einer positiven Schiefe geprägt, wodurch sich die Tail-Risiken deutlich reduzierten. Eine gemischte Strategie führe demnach zu relativ hohen risikoadjustierten Renditen bei reduziertem Crash-Risiko. Dementsprechend sei sie für den nutzenmaximierenden Investor die optimale Alternative.
Eine detaillierte Rendite- und Risikoanalyse von verschiedenen Currency-Carry-Strategien finden Abonnenten des Absolut|report in der aktuellen Ausgabe des Absolut|performance sowie in der aktuellen Ausgabe Absolut|ranking: Currency - Februar 2010.