24.06.2014 | Research

Optimale Asset-Allokation mit Private-Equity-Fonds

Das Engagement institutioneller Investoren im Private-Equity-Segment hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, ohne dass diese Anlageklasse portfoliotheoretisch in gängige Optimierungsmodelle integriert ist. Basierend auf einem rein theoretischen Ansatz untersucht Axel Buchner von der Universität von Passau, wie sich diese illiquide Assetklasse in Portfoliooptimierungsmodelle einarbeiten lässt. Dabei besteht sein Ansatz aus einer Kombination liquider Anleihen und Aktien sowie illiquider Private-Equity-Fonds. Die Eigenschaften von Private-Equity-Fonds, wozu beispielsweise die Unvorhersehbarkeit der Kapitalabrufe und -rückzahlungen gehören, erfordern eine dynamische Investmentstrategie. So ist es beim Aufbau des Portfolios tendenziell erforderlich, die eigentliche Zielquote von Private Equity (PE) temporär zu übersteigen. Außerdem müssen sich die Investoren darauf einstellen, dass der konkrete Anteil des Segments an der Asset Allokation im Zeitverlauf stark schwankt, was in der Illiquidität der Anlageklasse begründet liegt.


Quelle: Buchner (2013)

Daraus folgt auch, dass die optimalen Anteile von PE sich von den Anteilen unterscheiden, die das Modell nahelegen würde, wenn die Anlageform liquide handelbar wäre. So reduzieren sich bei unkorrelierten Erträgen von PE und Aktien die jeweiligen Engagements im Vergleich zu einem Modell, in dem alle Assets frei handelbar sind. Geht man davon aus, dass PE und Aktien relativ enge Substitute sind, sich also bezüglich des Risiko-Rendite-Profils ähneln sowie eng korrelierte Erträge aufweisen, hat die Illiquidität nur geringe Auswirkungen auf den Nutzen der Anleger. Daraus ergibt sich auch, dass die Illiquiditätsprämie, die traditionelle Asset-Pricing-Modelle implizieren würde, vernachlässigbar gering ist, was bisherige Untersuchungen bestätigen, nach denen die Renditen von PE denen von Aktieninvestments entsprechen.

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