13.11.2013 | Märkte

Opportunitäten im deutschen Immobilienmarkt

Angesichts einer sehr erfreulichen konjunkturellen Entwicklung und der damit einhergehenden guten Beschäftigungslage steht der deutsche Immobilienmarkt im europäischen Vergleich gut da, beschreibt eine Studie der Deutschen Genossenschafts-Hypothekenbank AG. Untersucht werden sieben deutsche Kernmärkte, darunter Hamburg, Berlin, Köln und München. Durch die Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise rückt Deutschland mit seiner soliden Konjunktur zunehmend in den Fokus der Investoren, was sich in steigenden Investitionsvolumina niederschlägt. Im vergangenen Jahr wurden rund 25 Mrd. Euro in Gewerbeimmobilien, vor allem Bürogebäude, investiert, was gegenüber 2010 einen Anstieg von 25 % bedeutet. Gleichzeitig stiegen die Mieten bei Gewerbe-, Wohn- und teilweise Einzelhandelsimmobilien.


Quelle: Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG

Trotz der guten Konjunktur legen die Einzelhandelsumsätze insgesamt nur leicht zu, was im Wesentlichen durch eine Ausweitung der Verkaufsflächen begründet ist. Anders sieht dies jedoch in Toplagen aus, die sich großer Beliebtheit erfreuen: Deren Mieten sind angesichts des begrenzten Angebots seit 2003 um rund 40 % gestiegen, während die Randlagen langfristig stagnierten.

Seit 2006 wurden deutlich weniger neue Büroimmobilien fertiggestellt als in den Vorjahren, so dass das Angebot an modernen Büroflächen entsprechend knapp ist, während veraltete Flächen in hohem Maße zur Verfügung stehen. Diese Spreizung des Angebotes wird auch anhand der Mietpreisentwicklung deutlich. In den letzten beiden Jahren stiegen die Mieten für Bürogebäude in Seitenlagen um 3 %, während Spitzenmieten um 6 % zulegten. Vor diesem Hintergrund ist die Leerstandsquote zwar insbesondere bei veralteten Gebäuden unverändert hoch, mit unter 9 % allerdings so niedrig wie seit 2003 nicht mehr.


Quelle: Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG

Ein knappes Angebot bei steigenden Einwohnerzahlen sorgt auch auf dem Wohngebäudesektor für deutlich steigende Mieten. Seit 2008 beträgt die jährliche Preissteigerung knapp 5 %. Zwar stiegen die Neubauaktivitäten gegenüber 2011 um 50 %, doch reicht dies nicht aus, um mit der hohen Nachfrage Schritt zu halten.

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