Nutzung von alternativen Indexkonzepten nimmt weiter zu
Institutionelle Investoren greifen zunehmend auf alternativ gewichtete Indexkonzepte zurück, stellt eine Studie von Northern Trust fest, die Ende April veröffentlicht wurde. Ein Drittel der Umfrageteilnehmer haben demnach bereits ein Exposure in alternativen Indizes, weitere 32 % planen ein Exposure aufzubauen. Jeder fünfte gibt an, seine Asset Allokation aktiver zu gestalten als vor fünf Jahren. Gegenüber klassischen cap weighted Indizes bieten alternative Gewichtungsmethoden den Vorteil Risikoprämien durch aktive Titelvorauswahl zu generieren und gleichzeitig kosteneffizienter passiver Umsetzung.
Quelle: Northern Trust
So verfolgen die meisten Investoren Value und Low Volatility Strategien mit einem Investment in alternative Indizes, die sowohl im Core- als auch Satellite-Portfolio in Frage kommen. Hauptgrund für ein Exposure ist dabei allerdings weniger die absolute Performance. Vielmehr stehen die Reduzierung des Risikos und Diversifikation in Fokus der Investmententscheidung.
Quelle: Northern Trust
Eintrittsbarriere für viele Investoren ist allerdings die hohe Komplexität alternativer Indizes. Eine Allokation stellt oftmals noch zu große Anforderungen an die bestehende Infrastruktur. Zudem sind die meisten Konzepte noch relativ neu und verfügen nur über einen kurzen Track Record. Das nachfrageseitige Marktpotenzial ist dennoch groß. Zwei Drittel der Befragten rechnet damit, dass alternative Indizes traditionelle aktive Strategien langfristig ganz oder zumindest teilweise verdrängen könnten.