19.11.2012 | Studie

Nachhaltiges Investieren mit langfristigem Anlagehorizont

Towers Watson hat  in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford in einer Studie erörtert, was es bedeutet als nachhaltiger Investor zu agieren. Die Ergebnisse sind Ende September unter dem Titel "We Need A Bigger Boat" veröffentlicht worden und enthalten einen Fahrplan für die nachhaltige Vermögensanlage. Die Autoren definieren einen Investmentansatz als nachhaltig, wenn neben ESG-Kriterien auch langfristige Themen wie etwa generationsübergreifende Effizienz in den Entscheidungsprozess einfließen. Insbesondere vor dem gegenwärtigen Wandel an den Finanzmärkten kann die stärkere Konzentration auf einen langfristigen Ansatz dazu beitragen, kurzfristige Ineffizienzen an den Märkten zu meistern und gleichzeitig von ihnen zu profitieren.


Quelle: Towers Watson (2012)

Die Umsetzung einer ESG-gesteuerten Investmentauswahl hilft darüberhinaus Reputationsrisiken zu begrenzen und einen Beitrag beim Umstieg auf eine erneuerbare Energiegewinnung zu leisten. Eine effiziente Governance und die richtigen Überwachungsmechanismen sind der erste Schritt einer nachhaltig ausgeprägten Anlageentscheidung. Insbesondere das Risikomanagement sollte näher an ESG-Kriterien ausgerichtet werden, um langfristig gut aufgestellt zu sein.

Die Autoren gehen außerdem auf das Thema Impact Investing ein. So sollte etwa bei Stiftungen der Satzungsauftrag schon im Anlageprozess zur Geltung kommen. Sowohl unter Rendite- als auch Nachhaltigkeitsaspekten ist eine strategische Asset-Allokation ein entscheidender Baustein um langfristig nachhaltig und erfolgreich zu investieren.

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