Multi-Asset- und Alternative-ETFs im Fokus der Anleger
Die Privatbank Brown Brothers Harriman hat in einer Studie Trends im europäischen ETF-Markt untersucht. 180 institutionelle Investoren und Vermögensberater wurden u.a. zu neuen ETF-Produkten, Smart-Beta-ETFs und Auswahlkriterien befragt.
Die Allokation in ETFs schwankt bei den Anlegern von 0 bis 100%. Bis zu 10% ihrer Assets halten 48 % der Befragten. Der stärkste Anstieg von 3 auf 7% ist in der Gruppe der Anleger zu finden, die 100% ihrer Anlagen in ETFs halten. Lediglich 3 % der Befragten planen, ihre Allokation in ETFs in den kommenden 12 Monaten zu verringern. 45% diese zu steigern und die verbleibenden 52% wollen auf dem aktuellen Niveau bleiben.
Die beliebtesten Produkte sind nach wie vor Aktien- und Anleihen-ETFs. Für den Selektionsprozess werden überwiegend Tracking-Kennzahlen angewandt. Hierzu zählen die Total Expense Ratio (63 %), die Tracking Difference (46 %) und der Tracking Error (38 %). 
Quelle: Brown Brothers Harriman
66 % der Befragten bevorzugen physisch replizierte ETFs, während 8 % synthetische ETFs favorisieren. 26 % haben keine Präferenzen bezüglich der Replikationsmethode, woraus die Autoren schließen, dass hier Kosten oder die Möglichkeit in bestimmte Marktsegmente investieren zu können im Vordergrund stehen.
Wird ein neues Produkt lanciert, sind 37 % der Befragten innerhalb der ersten 4 bis 12 Monate bereit zu investieren. 31 % würden sogar innerhalb der ersten drei Monate und 32 % erst nach 2 Jahren allokieren. Bezüglich der Asset-Klasse sind vor allem neue Multi-Asset ETFs (37 %), Alternative ETFs (33 %) und Aktien-ETFs (31 %) gefragt. 
Quelle: Brown Brothers Harriman
Smart Beta ETFs spielen bei 78 % der Befragten mit einem durchschnittlichen Portfolioanteil von unter 5 % eine untergeordnete Rolle. Dennoch können sich 49 % der Investoren Smart Beta ETFs als Alternative zu einer aktiven Strategie vorstellen. Die Nachfrage nach neuen branchenspezifischen ETFs (Small Cap, Biotech, etc.) und Multi-Asset-ETFs ist mit jeweils 41 % am größten. Nachhaltigkeitsfaktoren spielen inzwischen bei 52% der Befragten bei Neuanlagen eine Rolle, 8 % berücksichtigen ESG-Überlegungen zumindest gelegentlich.
Die Autoren halten fest, dass für ETFs weiterhin ein großes Wachstumspotential besteht.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds und ETFs jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.
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