07.04.2011 | Research

MSCI untersucht Aktiv/Passiv-Core-Satellite-Portfolien

Eine aktuelle Research-Veröffentlichung von MSCI untersucht die Performance von aktiv und passiv gemanagten Portfolien bzw. von gemischten Allokationen. Nur sehr wenige aktive Long-Only-Manager sind dauerhaft erfolgreicher als der Markt, ihre Selektion eine große Herausforderung für Investoren. Oft wird argumentiert, dass in weniger effizienten Märkten, wie den Schwellenländern, aktive Manager größere Erfolge vorweisen können. Diese These findet MSCI anhand der Datenbank von eVestment Alliance nicht bestätigt. Globale und U.S. Large/Mid Cap Manager weisen deutlich höhere Information Ratios aus, als Emerging Markets und Small Cap Manager. Des Weiteren wird festgestellt, dass die Spannbreiten der Renditen zwischen unterem und oberem Quartil 3-5 % p.a. weit sind und die Persistenz der Managerleistung gering.


Quelle: MSCI

Attraktive Rendite-Risikoprofile lassen sich laut der Publikation jedoch durch passive Basisportfolien in Verbindung mit aktiven Satellite-Managern erreichen. In die Satellite-Struktur sollten dabei laut MSCI nur besonders aktive Manager aufgenommen werden (vgl. hierzu auch Absolut|report-News "Abhängigkeiten von Outperformance und Manageraktivität"). So können einem 60-80 % passivem Portfolio aktive Mandate beigemischt werden. Durch eine solche Implementierung lassen sich Beta- und Alpha-Quellen separiert voneinander behandeln. Dies erhöhe die Flexibilität und Übersichtlichkeit und erleichtere die Bewertung von Mandaten. Änderungen an der Asset Allocation können außerdem ohne Eingriff in die Alpha-Quellen über das passive Exposure gemanagt werden, so die Autoren. Dies wirke sich auch positiv auf die Verwendung der Risikobudgets aus.   


Quelle: MSCI

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