Mittelständler sehen Beteiligungskapital mit Skepsis
Die meisten Mittelständler sehen Beteiligungskapital nur selten als
geeignete Finanzierungsalternative. Vor allem die hohen
Renditeerwartungen der Beteiligungsgesellschaften und die Furcht, nicht
mehr Herr im eigenen Haus zu sein, schrecken die Unternehmen ab. Das
ergab eine Umfrage der Industire- und Handelskammern (IHK) München,
Passau, Regensburg und Würzburg zusammen mit dem Center for
Entrepreneurial and Financial Studies der TU München, CEFS. Befragt
wurden 268 mittelständischen Unternehmen in Bayern.
Laut Studie sind fast 60 Prozent der Meinung, dass privates
Beteiligungskapital nur in ganz bestimmten Fällen sinnvoll sei. Nur ein
Drittel der Unternehmen hält die Finanzierungsform für geeignet.
Dagegen stehen die Befragten dem Eigenkapital über eine staatliche
Förderbank, wie der KfW, offener gegenüber.
Als größte Hemmschwelle nannten 53 Prozent der Unternehmen, dass die
privaten Beteiligungsgesellschaften ihrer Meinung nach zu hohe Renditen
erwarten würden. Bei den Unternehmen, die bereits Beteiligungen
eingegangen sind, lag dieser Anteil sogar bei 67 Prozent. Noch immer
fühlen sich knapp zwei Drittel der Unternehmen mangelhaft bis schlecht
über Beteiligungskapital informiert.
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