17.10.2005 | 

Mittelständler sehen Beteiligungskapital mit Skepsis

Die meisten Mittelständler sehen Beteiligungskapital nur selten als

geeignete Finanzierungsalternative. Vor allem die hohen

Renditeerwartungen der Beteiligungsgesellschaften und die Furcht, nicht

mehr Herr im eigenen Haus zu sein, schrecken die Unternehmen ab. Das

ergab eine Umfrage der Industire- und Handelskammern (IHK) München,

Passau, Regensburg und Würzburg zusammen mit dem Center for

Entrepreneurial and Financial Studies der TU München, CEFS. Befragt

wurden  268 mittelständischen Unternehmen in Bayern.

Laut Studie sind fast 60 Prozent der Meinung, dass privates

Beteiligungskapital nur in ganz bestimmten Fällen sinnvoll sei. Nur ein

Drittel der Unternehmen hält die Finanzierungsform für geeignet.

Dagegen stehen die Befragten dem Eigenkapital über eine staatliche

Förderbank, wie der KfW, offener gegenüber.

Als größte Hemmschwelle nannten 53 Prozent der Unternehmen, dass die

privaten Beteiligungsgesellschaften ihrer Meinung nach zu hohe Renditen

erwarten würden. Bei den Unternehmen, die bereits Beteiligungen

eingegangen sind, lag dieser Anteil sogar bei 67 Prozent. Noch immer

fühlen sich knapp zwei Drittel der Unternehmen mangelhaft bis schlecht

über Beteiligungskapital informiert.

 

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