Minenbetreiber rechnen auch 2012 mit steigenden Goldpreisen
Die Betreiber von Goldminen rechnen auch 2012 mit weiter steigenden Goldpreisen, berichtet der "2012 Gold Price Report" von PricewaterhouseCoopers. Bei dieser Befragung von 40 Minenunternehmen gehen 80 % von weiteren Preissteigerungen aus, während nur 6 % mit sinkenden Preisen rechnen. Im Schnitt wird mit einem Anstieg auf 2.000 US-Dollar für die Feinunze gerechnet.
Quelle: PwC
Bereits seit Beginn der Finanzkrise 2007 befindet sich der Goldpreis auf einem dauerhaften Höhenflug, der sich im Zuge der Schuldenkrise in Europa sogar noch verstärkt hat. Die Kurse der Minenaktien hinken dem Goldpreis im Gegensatz zu früheren Entwicklungen jedoch deutlich hinterher, berichtet PwC. Dies zeigt auch das monatlich erscheinende Ranking: Commodity-Fonds von Absolut Research. Während Produkte auf Gold im Jahr 2011 teils mehr als 10 % zulegen konnten, verloren Fonds auf Goldminenaktien 12-42 %. Dies liegt auch an den Risiken beim Betreiben der Minen. Geopolitische Risiken, Konflikte mit Arbeitern und sinkendes Investoreninteresse beschäftigten während der letzten drei Jahre die Branche.
Quelle: PwC
Investoren vermissen vor allem Dividendenauszahlungen und deren Prognostizierbarkeit. Außerdem hat die steigende Anzahl an Fonds und ETPs auf Gold ein Direktinvestment für Investoren vereinfacht, so dass diese Aktien vorgezogen werden. Da sich der Goldpreis meist direkt auf die Cash Flows der Minenunternehmen niederschlägt, sollten diese ihre Dividenden direkt an den Goldpreis koppeln, schlägt PwC vor. Dies könne für ein wieder steigendes Interesse an Minenaktien sorgen.