13.10.2010 | Research

McKinsey analysiert afrikanische Märkte

McKinsey hat einen umfangreichen Research Report über die Wirtschaft des afrikanischen Kontinents und die Perspektiven für deren Wachstum veröffentlicht. Demnach belief sich das BIP aller afrikanischen Staaten zusammen Ende 2008 auf rund 1,6 Billionen US-Dollar. Das Wirtschaftswachstum betrug 4,9 % über den gesamten Zeitraum 2000 bis 2008. Politische Instabilität, eine schlechte Gesundheitsversorgung und hohe Kindersterblichkeit werden als die größten Hürden für eine prosperierende Wirtschaft angesehen.
Demgegenüber biete der Kontinent trotzdem vielfältige Opportunitäten. Das Wachstum sei nicht nur auf die natürlichen Ressourcen des Landes zurückzuführen, sondern ginge durch alle Sektoren. Wichtig sind nach Ansicht von McKinsey die Beendigung gewalttätiger Konflikte und das Schaffen besserer makroökonomischer Bedingungen.


Quelle: McKinsey

Die Wachstumsaussichten seien generell sehr gut. Der Kontinent ist insgesamt reich an Ressourcen, die Urbanisierung nimmt zu, bereits jetzt leben 40 % der Afrikaner in Städten, die Einkommen sind in den letzten Jahren gestiegen. Allerdings stellen sich aufgrund der Vielzahl der Länder und der regionalen Gegebenheiten die Wachstumspfade sehr unterschiedlich dar. Der Bericht unterteilt die Länder Afrikas daher in die vier Segmente: Diversifizierte Volkswirtschaften, Ölexporteure, Frontier Markets und Pre-Frontier Markets. Investoren und Entscheidungsträger müssen hier gezielt auf den jeweiligen Entwicklungsgrad und die Potentiale eingehen. Neben natürlichen Ressourcen seien insbesondere Konsumgüter, der Agrarsektor und die Infrastruktur lohnende Investitionsziele.


Quelle: McKinsey

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