30.05.2005 |
McKinsey analysiert Active-Ownership von Private Equity-Unternehmen
Das Beratungsunternehmen McKinsey hat in seiner neuen Private
Equity-Studie die Erfolgsfaktoren von elf führenden
Beteiligungsunternehmen analysiert. Bei erfolgreichen Übernahmen zeigte
sich, dass zwei Drittel der Gewinnschöpfung aus der Outperformance des
einzelnen Unternehmens resultierten. Nur ein Drittel des Erfolges
konnte auf die Einflüsse des Marktumfeldes zurückgeführt werden. Daraus
leitet die Studie die besondere Bedeutung des Active-Ownerships für
Private Equity-Unternehmen ab. Bei den erfolgreichsten Deals wurden
laut McKinsey folgende fünf Punkte beachtet.
- Vor der Übernahme beschaffen sich erfolgreiche Investoren privilegiertes Insider-Wissen über das betreffende Unternehmen.
- Nach der Übernahme eines Unternehmens lohnt es sich, ein System von Performance-Anreizen zu errichten. Gewöhnlich machen diese 15 bis 20 Prozent des gesamten Beteiligungswertes aus. Diese Anreize werden auf das Führungspersonal zugeschnitten. Am besten ist es, wenn der Chef persönlich beteiligt werden kann.
- Den Geschäftsplänen des Managements gegenüber bleibt der neue Investor skeptisch und arbeitet seine eigenen Kriterien und Maßnahmen aus, um die Ertragskraft des Unternehmens zu steigern.
- In den ersten 100 Tagen nach der Übernahme verbringen die erfolgreichen neuen Eigentümer mehr als die Hälfte ihrer Zeit in der neuen Firma und halten engen Kontakt zum Führungspersonal. Im Vergleich dazu haben Investoren bei weniger lukrativen Deals nur 20 Prozent ihrer Arbeitszeit im übernommenen Unternehmenverbracht.
- Wenn das Management ausgewechselt werden soll, dann sollte dies so bald wie möglich nach einer Übernahme geschehen. Bei erfolgreichen Übernahmen waren die Investoren in späteren Phasen eher dazu bereit, externe Unterstützung zu nutzen,als Investoren, deren Deals weniger erfolgreich verliefen.