Master-Studie zu Value- und Size-Effekten
Aktien mit einem niedrigen Marktpreis im Vergleich zu ihren Fundamentaldaten (Value Stocks) haben höhere erwartete Renditen als vergleichbare höher gepreiste Aktien (Growth Stocks). Anhand der Marktkapitalisierung gemessen erzielen kleinere Unternehmen außerdem höhere Renditen, als größere Unternehmen. Diese beiden Phänomene sind in der Literatur als Value- und Size-Puzzle bekannt. Ende Februar erschien eine Master-Studie der Universität Paris zu diesem Thema, in der die Autoren Kateryna Shapovalova und Alexander Subbotin die vorhandene Literatur und wissenschaftliche Arbeiten zusammenfassen, bewerten und einen Ausblick für weiteres Research liefern.
Fama, French (1993) und Carhart (1997) stellen sicher die bekanntesten Arbeiten dar. Doch auch nach 20 Jahren weiteren Forschungen ist noch kein wissenschaftlicher Konsens über die Ursache der beiden Phänomene entstanden. Die Autoren sehen als viel versprechenden Ansatz, Fundamentaldaten auf Unternehmensebene zu analysieren, um genauen Einblick in ihre Prognosefähigkeit und die potentiellen Risiken von Unternehmen zu gewinnen.
Eine quantitative Analyse europäischer und weltweiter Size- und Style-Indizes finden Abonnenten in der aktuellen Ausgabe des Absolut|performance unter der Kategorie Equity.