Master-KVG-Strukturen bleiben gefragt
In einer aktuellen Studie hat die Ratingagentur Telos den deutschen Markt für Master-KVGs untersucht. Per Ende November 2015 summierten sich die Assets under Management deutscher Master-KVGs auf 960 Mrd. Euro, ein Anstieg von 170 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr. Aus Investorensicht spielen vor allem die Themen Datensicherheit und die Möglichkeit flexiblen Online-Reportings wichtige Rollen für die Nutzung von Master-KVGen. Dies deckt sich mit dem von Anlegerseite am häufigsten genannten Vorteil, dem zentralen und einheitlichen Berichtswesen. Die Master-KVGen haben dies erkannt und sehen webbasiertes Reporting als notwendigen Service an. Auffällig ist, dass seitens der Investoren zuletzt die Dienste von Master-KVGrn verstärkt im Bereich der Real Assets nachgefragt wurden, darunter Infrastruktur, Immobilien und Private Equity.
Quelle: Telos
Als Nachteil der Nutzung von Master-KVGs wird die Abhängigkeit von den Gesellschaften angegeben. Auch höhere externe Kosten gelten unter Investoren als Schwachpunkt. Dennoch sagen 83 % der befragten Anleger, dass sie Master-KVGen nutzen, wobei es Anzeichen gibt, dass weitere Investoren das Outsourcing ihrer Administration planen. Zwei Drittel der Anleger binden schon heute sämtliche Spezial-AIFs in vorhandene Master-KVG-Strukturen ein. Bezüglich des Asset Managements dominiert unverändert das Outsourcing-Modell, bei dem die Master-KVGs vom Anlageberater getroffene Investment-Entscheidungen unverzüglich umsetzt und erst im Nachgang bezüglich Anlagerestriktionen prüft. 
Quelle: Telos
Trotz des Marktwachstums sieht es derzeit nicht so aus, als ob auch die Anzahl der Anbieter von Master-KVG-Dienstleistungen zunimmt. Für die Studie befragt wurden sowohl Master-KVGen, als auch Asset Manager und institutionelle Investoren.
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