Marktpotenzial von Studentenappartements
Studentisches Wohnen hat als Investmentalternative weiter an Beliebtheit gewonnen. Eine Analyse der Union Investment und bulwiengesa identifiziert die attraktivsten Standorte für Investments in Studentenappartements in Europa. Gute Perspektiven bieten demnach neben den sieben A-Städten und den vier europäischen Metropolen Amsterdam, Dublin, Paris und Wien auch Münster, Karlsruhe, Hannover, Ulm, Braunschweig, Darmstadt und Koblenz. Besonders gute Rahmenbedingungen bietet Münster.

Quelle: bulwiengesa (Bildausschnitt)
Dieses Ergebnis basiert auf diversen angebots- und nachfrageseitigen Indikatoren. Bspw. werden rund 70 % der studentischen Wohnplätze in Deutschland derzeit noch von öffentlichen Trägern gehalten. Dieser Anteil wird sich aber zunehmend verringern, da etwa 76 % der geplanten Wohnplätze aus privatwirtschaftlicher Hand kommen.
In den 61 untersuchten deutschen Städten wurde eine potenzielle Nachfrage nach 638.000 Wohneinheiten bis 2023 ermittelt. Fertiggestellt werden laut Prognose in diesem Zeitraum allerdings nur 502.000 neue Einheiten. Vor allem in den A-Städten München, Berlin und Frankfurt am Main sowie Köln, Leipzig und Kiel wird die Bautätigkeit die Nachfrage nicht decken können. Ein mittelfristig ausgewogenes Verhältnis wird u.a. in Stuttgart, Hamburg und Nürnberg erwartet.
15% der Studenten in den A-Städten sind bereit, mehr als 500 Euro Miete im Monat zu zahlen, während sich die Bereitschaft in Städten, wie Düsseldorf, Leipzig oder Augsburg auf etwa 6 % der Studierenden reduziert. Das Marktpotenzial von Wohneinheiten in der Kategorie 500 Euro All-in wird für die deutschen Städte insgesamt auf 67.500 Einheiten beziffert. Oberhalb von 600 Euro All-in wird das Marktpotenzial auf rund 18.600 Einheiten geschätzt.

Quelle: bulwiengesa
Insgesamt bietet das Segment Studentisches Wohnen für Investoren attraktive Anlagemöglichkeiten, wobei es sich bisher um eine Entwicklung in einer Boomphase handelt und Korrekturen bei Mietpreiserwartungen und Wertsteigerungen erwartet werden müssen.
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