Leerverkaufsverbote schaden der Markteffizienz
Leerverkaufsverbote sind ungeeignet, um fallende Kurse bei Aktien aufzuhalten, verursachen gleichzeitig allerdings höhere Handelskosten und mindern die Marktliquidität, berichtet die Federal Reserve of New York in einem Mitte August publizierten Research Report. Darin werden die Leerverkaufsverbote von Mitte September bis Anfang Oktober 2008 und im August 2011 untersucht. In beiden Fällen seien die Kurse weiterhin gefallen, trotz der Leerverkaufsverbote. Während der Finanzkrise hätte das Verbot zudem zusätzliche Kosten im US-Optionsmarkt in Höhe von 500 Mio. US-Dollar innerhalb von drei Wochen verursacht.
Quelle: Federal Reserve of New York
Im Zuge der Leerverkaufsverbotsphase nach dem Rating Downgrade der US-Regierung im August 2011 seien Aktien unter dem Leerverkaufsverbot sogar stärker gefallen, als dies bei anderen Titeln der Fall war.
Aus diesen Gründen seien Leerverkaufsverbote nicht geeignet, um Preisrückgänge bei bestimmten Titeln in kritischen Marktphasen zu verhindern. Zudem hätten sie unerwünschte Nebeneffekte auf die Markteffizienz.