19.08.2015 | Märkte

LBBW erwartet keine Ölpreissteigerungen

Die LBBW hat mit dem aktuellen Commodity Yearbook 2015 einen sehr detaillierten Marktüberblick zu den Entwicklungen und Trends auf den Rohstoffmärkten veröffentlicht. Der Bericht geht sehr genau auf einzelne Rohstoffe ein, analysiert aber auch die Entwicklung aggregierter Rohstoffklassen. Des Weiteren ist eine Übersicht zu verschiedenen Rohstoffindizes und deren Schwerpunkten in der Studie enthalten.


Quelle: LBBW

Die Autoren gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft künftig wachsen wird. Der niedrige Ölpreis wirkt hier besonders als Wachstumsbeschleuniger. Er wird kurz- bis mittelfristig weiterhin auf einem geringen Niveau bleiben. Dies wird vor allem durch den Preiskampf zwischen herkömmlichen Erdölförderern und unkonventionellen Fracking-Förderern beeinflusst. Auch die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran wird das Angebot ab 2016 erhöhen und den Ölpreis zusätzlich unter Druck setzen. Nach Ansicht der Autoren wird sich mittelfristig an dem Energiemix weltweit wenig ändern. Öl, Gas und Kohle werden weiterhin die dominanten Energieträger sein.


Quelle: LBBW

In den letzten 4 Jahren sanken die Rohstoffpreise im Allgemeinen. Auch 2014 konnte lediglich der Sektor „Vieh“ Preissteigerungen verzeichnen. Energie war mit einem Verlust von 40 % besonders stark betroffen. Edelmetallpreise gingen im Schnitt um 6,7 % zurück, wobei die Autoren zukünftige Preissteigerungen in diesem Bereich für möglich halten. Basismetalle und Agrarerzeugnisse zeigten eine große Streuung der Preisentwicklungen. So liefen beispielsweise Kaffee und Nickelfutures sehr gut, während Baumwolle, Zucker und Kupfer eine sehr schwache Entwicklung zeigten.

Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Rohstoffe jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Commodity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 10.000 institutionelle Publikumsfonds, aufgeteilt in 23 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 80 Universen.

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