05.06.2009 | Research

Langfristige Perspektiven von Real Assets

Die Finanzkrise hat die relative Attraktivität traditioneller Anlageklassen gemindert und das Interesse der Investoren an anderen Anlageklassen vermehrt. Eine aktuelle Mitteilung des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) enthält eine Einschätzung der langfristigen Perspektiven von Investitionen in Schifffahrt und Immobilien. Demnach werde durch den mittlerweile hohen Grad der Globalisierung die Rendite von Sachwerten im Wesentlichen durch das Wachstum der Weltwirtschaft und die fortschreitende internationale Arbeitsteilung bestimmt.


Quelle: HWWI

Daher sei trotz der aktuellen Konjunkturkrise im Schiffstransportsektor langfristig mit Wachstum und Angebotsverknappung zu rechnen. Sofern das Wachstum der Welthandelsexporte bis zum Jahr 2011 wieder den Durchschnitt der letzten 30 Jahre erreiche, ergibt sich daraus bis 2020 eine Nachfragesteigerung von 55%. Zudem verweisen die HWWI-Autoren darauf, dass in den letzten Jahrzehnten der Welthandel stets stärker gestiegen ist, als die Transportkapazität.

Im Immobiliensektor ergibt sich ein differenziertes Bild. Die zunehmende Ansiedlung von Industrien in Ballungsgebieten lasse Wohnimmobilien zu einem knappen Gut werden. Innovationen in Architektur und zunehmender Hochhausbau seien die einzigen Lösungen und böten daher gute Investmentgelegenheiten. Auch die Renditen für Gewerbeimmobilien in Ballungszentren werden nach HWWI-Meinung steigen. In ländlichen Teilen Europas wird aufgrund rückläufiger Bevölkerungszahlen und Arbeitsplatzverlegung hingegen mit Leerständen gerechnet. Attraktiv werden die Möglichkeiten für Immobilien in Osteuropa eingeschätzt, da hier noch Nachholbedarf in der Urbanisierung bestehe.

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