Krise verändert Strategie von Sovereign Wealth Funds
Die Finanzkrise hat die Strategien und Asset Allocation von Sovereign Wealth Funds (SWFs) rund um den Globus verändert, berichtet eine Ende Januar erschienene Research-Publikation des International Monetary Fund (IMF). Dabei lässt sich allerdings kein gemeinsamer Trend identifizieren, verschiedene Investmentaufträge und Situationen der jeweiligen Länder führten zu sehr unterschiedlichen Verschiebungen in den Strategien.
SWF Asset Allocation 2007 vs. 2009
Quelle: IMF (2011)
So haben bspw. die SWFs von Chile und Trinidad Tobago ihre Cash-Reserven reduziert, im ersten Fall zur Verwendung der Mittel, im zweiten Fall zur Umschichtung in Anleihen. Alaska und Irland haben ihre Cash-Reserven erhöht, einige SWFs zudem ihre Allokationen in Alternative Investments und Aktien. Teilweise wurde aufgrund der Liquiditätsbedürfnisse einiger Länder der Investmenthorizont deutlich verringert und damit auch das Portfoliorisiko.
Aufgrund dieser Veränderungen und der Bedeutung der SWFs empfiehlt der IMF ihre stärkere Einbindung in die globale Finanzmarktregulierung, um die potentiellen Makro-Risiken zu reduzieren.
Denn laut einem aktuellen Report von Preqin verwalteten SWFs Ende 2010 rund 4 Billionen US-Dollar an Vermögen, mit zweistelligen Wachstumsraten in den letzten beiden Jahren. Viele Fonds verfolgen eine diversifizierte Multi-Asset-Strategie. So sind rund zwei Drittel jeweils in den Asset-Klassen Private Equity, Immobilien und Infrastruktur engagiert, rund ein Drittel in Hedgefonds.
Quelle: Preqin