14.09.2009 | Studie

Krise bewirkt Rückgang bei High-Tech-Neugründungen

Auch die deutsche High-Tech-Branche konnte sich der Wirtschaftskrise nicht entziehen. In nahezu allen High-Tech-Segmenten fiel die Anzahl der Neugründungen auf historische Tiefstwerte, schreibt die kürzlich erschienene "High-Tech-Gründungen in Deutschland - Optimismus trotz Krise" Studie des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). So gab es in 2008 rund 15.300 Neugründungen im High-Tech-Sektor, ein Minus von 11%. Am stärksten betroffen seien Spitzentechnologien und Dienstleistungen. IT-Dienstleistungen und Software zeigten sich robust.


Quelle: ZEW

Trotzdem sehen die Branchenmitglieder optimistisch in die Zukunft, wie eine Befragung unter High-Tech-Start-Ups zeigt. Zwar sei das Marktumfeld schwierig, die herausgearbeiteten Nischenstrategien und technologische Vorsprünge zahlten sich jedoch aus. Dementsprechend wird momentan eher auf langfristige Unternehmensentwicklung als auf aggressive Wachstumsstrategien gesetzt. Kritisch gesehen werden die in Deutschland als zu schwierig empfundenen Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen sowie die Staatshilfen für große Unternehmen, die als wettbewerbsverzerrend wahrgenommen werden.


Quelle: ZEW

Im Bundesvergleich waren Bayern, Hessen und Hamburg/Schleswig Holstein die Bundesländer mit den meisten Neugründungen. Bei den forschungsintensiven Industrien führen Bayern, Thüringen und Baden Würtemberg.

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