Kreditfinanzierung verstärkt ökonomischen Schaden von Blasen
Òscar Jordà, Moritz Schularick und Alan M. Taylor haben in einem aktuellen Researchpaper die ökonomischen Kosten von spekulativen Blasen untersucht. Sie unterscheiden dabei im Besonderen zwischen "normalen" Blasen und kreditfinanzierten Blasen und untersuchen sowohl den Aktien als auch den Immobilienmarkt von 17 Ländern über die letzten 140 Jahre.
Das Ergebnis der Analyse zeigt, dass sich kreditfinanzierte und nicht kreditfinanzierte Blasen signifikant in Bezug auf den ökonomischen Schaden beim "Platzen" der Blase unterscheiden. Kreditfinanzierte Blasen sorgen generell für einen größeren Schaden und eine deutlich verlangsamte Erholung als nicht kreditfinanzierte Blasen. Das Ergebnis der Studie ist nicht überraschend, liefert jedoch erstmals empirische Beweise sowie eine genauere Quantifizierung der Schäden. Vor allem kreditfinanzierte Immobilienpreisblasen stellten sich als besonders gefährliches Phänomen heraus. Die Erholungsdauer des Immobilienmarktes ist deutlich länger als die des Aktienmarktes. 
Quelle: Jordà, Schularick, Taylor (2015)
Die Kreditfinanzierung verstärkt die Krisen, indem sie die Assetpreise auf ein Niveau steigen lässt, dass ohne Kredite nicht erreicht werden würde, da die Nachfrage nicht so groß wäre. Weiterhin behindert der auf die Blase folgende Schuldenabbau die anschließende Erholung.
Um die Aussagekraft ihrer Ergebnisse zu erhöhen, führen die Autoren drei Robustheitstests durch, indem sie unter anderem die Finanzkrise von 2008 und die beiden Weltkriege aus ihren Daten entfernen und die Ergebnisse erneut überprüfen.
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