10.10.2011 | Research

Korrelation von Microfinance und internationalen Finanzmärkten

Eine aktuelle Research-Arbeit des International Monetary Fund (IMF) untersucht die Einfluss der Finanzkrise auf das Mikrofinanzsystem. Bisherige Studien zeigten zumeist eine geringe Abhängigkeit der Mikrofinanzinstituten (MFIs) von den internationalen Kapitalmärkten ausgegangen. Die Finanzkrise habe dieses Bild jedoch verändert, schreibt der IMF.


Quelle: IMF (2011)

Der Mix aus staatlichen und privatwirtschaftlichen Institutionen, regionales Recht sowie unterschiedliche Märkte, Zielgruppen und Track Records machen das Feld der MFIs sehr heterogen. Trotz dieser Unterschiede zeige der Verlauf von MFIs und der wirtschaftlichen Entwicklung zunehmend Ähnlichkeiten. Die Anpassung stamme aus dem Wachstum des Mikrofinanzmarktes, der zunehmend auch auf weiter in die Kapitalmärkte integrierte Klienten und Unternehmen abzielt, sowie aus der zunehmenden Globalisierung.
Die Finanzkrise hat in der Branche sowohl bei der Versorgung mit finanziellen Mitteln, als auch bei den Zahlungsausfällen, Spuren bei den MFIs hinterlassen, analysiert der Autor.

Erfolgreich zeigten sich insbesondere ältere Institutionen. Alter und Wettbewerb haben zudem den wirksamsten Einfluss auf die verlangten Zinsen. Zinsen sollten allerdings nicht generell gekappt werden, da sie neben der MFI-Effizienz stark von Kreditvolumen und regionalen Besonderheiten abhängen.
Für Investoren gilt, dass insbesondere ältere MFIs in einem Wettbewerbsmarkt attraktive Finanzierungsziele sind, während für die Regulierung die Schaffung eines wettbewerbsintensiven Marktrahmens Priorität haben sollte.

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