24.09.2018 | Research

Konstruktion maßgeschneiderter Modellportfolios

BlackRock hat in einem Researchpaper ein dreistufiges Verfahren zur Konstruktion von Modellportfolios entwickelt, die mittels eines optimierten Asset-Allokation-Prozesses den Anforderungen der Investoren besser genügen sollen.

Im ersten Schritt wird eine geeignete Benchmark zusammengestellt, die sich entsprechend der Risikopräferenz des Anlegers aus einer einfachen Kombination von Aktien und Anleihen besteht. Im zweiten Schritt wird die Benchmark in ein strategisches Modellportfolio überführt, welches die gleichen Risikoeigenschaften wie die Benchmark aufweist, aber durch breitere Diversifikation zusätzliche Märkte, Faktorprämien und andere Renditequellen erschließt. Hierzu wird ein Optimierungsverfahren angewandt, welches neben den langfristigen Renditen Kovarianzen und Risikoaversionsparameter sowie diverse Nebenbedingungen umfasst. Im Beispielfall führt dies zu einem in Relation zur Benchmark ähnlichen Aktien-Exposure, aber erheblichen Abweichungen im Anleihenbereich.


Quelle: BlackRock

Im dritten Schritt werden taktische Erwartungen implementiert. Über ein Optimierungsverfahren führen am Beispiel eines US-amerikanischen Faktorportfolios verschiedene Indikatoren, u.a. zum Konjunkturzyklus und zur relativen Bewertung, zu Über- oder Untergewichtungen. Nach Anwendung auf ein gleichgewichtetes Zielportfolio wird über ein weiteres Optimierungsverfahren der Tracking Error minimiert.

Mit dem Verfahren lies sich bei dem Modellportfolio von 1999 bis 2016 gegenüber einer statischen Benchmark eine Outperformance von 3,4 % p.a. erzielen. Hiervon entfielen 2,7 Prozentpunkte auf das generelle Exposure in den zusätzlichen Faktoren, und 0,7 Prozentpunkte auf das Faktor-Timing.


Quelle: BlackRock


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