23.11.2015 | Research

Knowledge Management im Asset Management wenig verbreitet

In einem Forschungspapier haben Eduard v. Gelderen von der APG Group und Ashby Monk von der Stanford University die Rolle und den Stand von Knowledge Management in der Investment-Branche untersucht. Dabei wird Knowledge Management definiert als die explizite und systematische Verwaltung der Wissensressourcen sowie deren Gewinnung, Organisation, Verbreitung, Nutzung und Ausnutzung. Grundlage ist die Überzeugung, dass gerade im aktiven Management Wissen den entscheidenden Faktor für die Erreichung einer Outperformance darstellt. Daher wurden eine Reihe von Umfragen und Interviews mit Investment Professionals geführt, um die Rolle von Wissen und der Verwaltung der Wissensressourcen zu evaluieren. Zwar wurde dies von der Mehrheit der Befragten als sinnvoll angesehen, doch nur eine kleine Anzahl hat darauf aufbauend Prozesse für das Wissensmanagement definiert.

Weiterhin besteht keine Einigkeit über die Frage, welche Arten von Wissen besonders wertvoll sind. Da der Aufbau eines Organisationsrahmens für Knowledge Management mit Kosten verbunden ist, ist es erforderlich, Performance-Indikatoren hierfür zu entwickeln, um so die Wirksamkeit der Prozesse zu bewerten. Gerade unter dem Aspekt Technologie ist dies eine Herausforderung, da es nicht nur darum geht, Daten zu speichern, sondern auch weitergehende Kenntnisse. Die Branche sollte Knowledge Management daher nicht als Unteraspekt der IT begreifen, sondern als Hebel für die strategische Entscheidungsfindung.

Humankapital und kulturelle Hintergründe stellen die Basis der Wissensgenerierung dar. Vor diesem Hintergrund sollten Unternehmen aus dem Asset Management darauf achten, ihre Mitarbeiter aus einem möglichst breiten Spektrum mit unterschiedlichsten Hintergründen zu rekrutieren. Den Abschluss des Papers gibt eine Übersicht, wie Knowledge Management sinnvollerweise in das Asset Management implementiert werden kann.

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