Klimarisiken werden von institutionellen Investoren unterschätzt
Eine aktuelle Studie vom Investor Network of Climate Risk und Ceres befragte Asset Manager weltweit, ob sie die Risiken des Klimawandels, also der Regulierung der Co2-Emissionen und Branchenrisiken, bei ihrer Investmentplanung berücksichtigen würden. Demnach gaben 71% an, Klimarisiken nicht zu berücksichtigen, wenn kein speziell darauf ausgerichteter Fonds gemanagt wird. Dabei werden Klimarisiken umso eher berücksichtigt, wenn gleichzeitig sog. Green-Fonds angeboten werden.
Quelle: Investor Network of Climate Risk, Ceres
Als Hauptgrund für die Vernachlässigung von Klimarisiken nannten 49% der Manager, dass ihre Klienten diesen Service nicht nachfragen würden, 44% gaben an, Klimarisiken hätten keinen Einfluss auf die Unternehmen, in die sie investieren. Rund die Hälfte gab hingegen an, einige Sektoren würden signifikant von Klimarisiken beeinflusst werden, allen voran Versorgungswerke, Energie, Industrie allgemein sowie die Automobilindustrie und der Transportsektor.
Quelle: Investor Network of Climate Risk, Ceres
Um die Berücksichtigung von Klimarisiken zu erleichtern, endet die Studie mit Vorschlägen für Asset Manager und institutionelle Investoren. So sollten die Manager ihre Due Diligence entsprechend überarbeiten, Richtlinien zu diesem Thema einführen sowie Klimarestriktionen in der Corporate Governance und zusammen mit der Legal Governance berücksichtigen.
Investoren sollten zusammen mit ihren Service Rpovidern Klimarisiken in ihren Portfolios analysieren sowie die Thematik in die strategischen und operativen Prozesse einbinden.