Jim Rogers sieht Goldpreis bei 1000 Dollar
Der bekannte US-Investor Jim Rogers rechnet damit, dass der Goldpreis schon bald auf 1000 US-Dollar je Feinunze steigen wird. "Seit Jahren hat niemand mehr nennenswerte Metallvorkommen auf der Welt entdeckt. Angebot und Nachfrage sind derzeit bei fast allen Rohstoffen aus dem Gleichgewicht geraten", sagte Rogers in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg.
"Die kürzeste Rohstoff-Hausse hat 15 Jahre gedauert, die längste 23 Jahre", führte Rogers weiter aus. Daher hätten Rohstoffe noch einen langen Weg vor sich. Zum genauen Zeitpunkt, an dem Gold die 1000 Dollar-Marke knackt, wollte sich Rogers, der in den 70er Jahren mit George Soros den Quantum Hedge Fonds auflegte, nicht äußern.
Die Preise von Rohöl, aber auch von Metallen wie Zink und Kupfer sind auf Rekordniveaus geklettert. Vor allem Hedgefonds-Manager zeigen Interesse für diese Märkte, weil dort höhere Gewinne als an den Aktien- und Rentenmärkten locken. Geringere Investitionen seitens der Rohstoff-Produzenten und Produktionsstörungen hätten zu einem knappen Angebot geführt. ?Es wird immer schwieriger die große Nachfrage ? vor allem aus China ? zu bedienen?, sagte Rogers, der auch ein enormes Potenzial bei Agrarrohstoffen sieht: ?Der Preis für Baumwolle liegt mehr als 50 Prozent, der für Sojabohnen 60 Prozent und der Preis für Zucker 80 Prozent unter dem jeweiligen Rekordniveau?, betonte Rogers.