IWF sieht Weltwirtschaft im Aufschwung, Ölpreis als Risikofaktor
Wachstum und Geschäftsklima haben zwischen Ende 2010 und Anfang 2011 deutlich zugenommen, berichtet der Internationale Währungsfonds IWF in seinem Anfang April veröffentlichten "World Economic Outlook". Demnach betrage das Wachstum in den USA und Europa rund 3 %, während in den Schwellenländern das Wachstum sogar durchschnittlich 7 % erreiche. Die Entwicklung der Beschäftigungsrate bliebe allerdings noch hinter dem Aufschwung zurück. In den entwickelten Ländern sei die Arbeitslosigkeit grundsätzlich noch hoch, in den Schwellenländern bereite vor allem die hohe Jugendarbeitslosigkeit Sorgen.
Quelle: IWF
Die Finanzmärkte spiegeln ebenfalls den gegenwärtigen Aufwärtstrend. Die Aktienpreise bewegen sich bereits wieder auf Vorkrisenniveau. Die Kapitalzuflüsse haben wieder zugenommen, besonders in Richtung der Schwellenländer. Größte Sorge bereiten den Kapitalmärkten derzeit die Haushaltslage und die Fremdkapitalquote vieler Staaten.
Außerdem bleibt der Druck auf die Rohstoffpreisentwicklung weiterhin hoch. Die Nachfrage sei in 2010 wieder drastisch angestiegen, während sich das Angebot an Rohstoffen kaum verändere. Hinzu kamen wetterbedingte Produktionsausfälle bei Nahrungsmitteln. Als größtes Risiko für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird die Entwicklung des Ölpreises gesehen.
Quelle: IWF