31.05.2017 | Studie

Positiver Performanceeinfluss von ESG

In einer im Februar 2017 veröffentlichten Studie haben Amir Amel-Zadeh von der University of Oxford und George Serafeim von der Harvard Business School untersucht, warum und in welcher Form Investoren ESG-Informationen von Unternehmen nutzen. Hierzu wurden 652 institutionelle Investoren und Asset Manager in Europa und den USA befragt.

ESG-Informationen werden vorrangig aus finanziellen Beweggründen und weniger aufgrund von ethischen Überzeugungen in den Investmentprozess integriert. Von den 82 % der Befragten, die ESG-Aspekte berücksichtigen, sind 63 % davon überzeugt, dass ESG-Informationen als wesentlicher Bestandteil der Performance gelten und eine bessere Datenbasis für die Risikoeinschätzung eines Unternehmens bieten.


Quelle: Amir Amel-Zadeh, George Serafeim (2017)

Schwierigkeiten bereiten die fehlenden Reporting-Standards, durch die eine Vergleichbarkeit der Unternehmen erschwert wird. Hinzu kommt der größere finanzielle Aufwand in der Informationsbeschaffung und –analyse.
Die am häufigsten angewandte ESG-Strategie ist das Negativ-Screening. Da für einen effektiveren und ganzheitlichen ESG-Ansatz allerdings die ESG-Integration und/oder das Positiv-Screening empfohlen werden, gehen die Befragten davon aus, dass in Zukunft verstärkt das Positiv-Screening und ein Active-Ownership-Ansatz zu den etablierten ESG-Portfoliostrategien zählen werden.

Nach Einschätzung der Befragten hat eine ganzheitliche ESG-Integration den positivsten Effekt auf die Performance, gefolgt vom Active-Ownership-Ansatz. Die Auswirkung des Negativ-Screenings auf die Performance wird als neutral eingeschätzt. Lediglich 7 % sind der Meinung, dass ESG-Strategien einen moderaten bis negativen Einfluss auf die Performance ausüben.


Quelle: Amir Amel-Zadeh, George Serafeim (2017)


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