23.06.2010 | Studie

Investoren berücksichtigen verstärkt den Klimawandel

Investoren und Asset Manager berücksichtigen die Effekte des Klimawandels verstärkt bei der Asset Allocation, berichtet die Institutional Investors Group on Climate Change (IIGCC) in der 3. Auflage des jährlichen "Investor Statement on Climate Change Report". Knapp 60 % der befragten Investoren gaben an, bei der Auswahl potentieller Asset Manager Fragen den Klimawandel betreffend zu stellen. Ca. 35 % verlangen sogar eine spezifische Darstellung der Manager, wie die Entwicklungen des Klimawandels in den Investmentprozess integriert werden. Etwa 60 % zeigen sich mit der Darstellung der Manager zu diesem Thema zufrieden. Weniger als 20 % treffen jedoch verbindliche Vereinbarungen in sog. Investment Manager Agreements.


Quelle: IIGCC

Wie obenstehende Grafik zeigt, fällt die Integration von Aspekten des Klimawandels in den verschiedenen Asset-Klassen unterschiedlich aus. Aktien stehen hier an erster Stelle, gefolgt von Infrastruktur und Immobilien. Bei Rohstoffen, Hedgefonds, Private Equity und Anleihen ist der Anteil der Investoren, die Klimawandel berücksichtigen, noch verhältnismäßig gering. Mehrere verschiedene Methoden werden für die Investmentselektion benutzt. Asset Manager setzen vor allem auf die Bottom-Up-Selektion, während Investoren eher Top-Down-, Sektor- und Best-in-Class-Ansätze verfolgen.


Quelle: IIGCC

Die Studie diskutiert zudem die Auswirkungen eines verbindlichen Rahmenwerks für nachhaltige Asset Allocation und gibt Empfehlungen für Investoren und politische Entscheidungsträger. Hier werden vor allem juristische und regulatorische Klarheit und Beständigkeit gefordert.

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