Institutionelle unterschätzen Langlebigkeitsrisiken
SwissRe zeigt in der Anfang September erschienenen Studie "A Window in the Future: Understanding and Predicting Longevity", dass Langlebigkeitsrisiken von institutionellen Investoren bisher massiv unterschätzt wurden. Der für ihre Klienten erfreuliche Umstand steigender Lebenserwartung führe bei Pensionseinrichtungen, Versicherungen und Staaten zu erheblichen Deckungslücken. Ursache dieser Problematik seien fehlerhafte Annahmen in bisherigen Modellen zur Messung der Langlebigkeit. Historische Daten gäben hier wenig Aufschluss, berichtet Swiss Re.
Quelle: Swiss Re
Der Report listet eine Reihe von Aspekten auf, die zu einer Zunahme der Lebenserwartung in den westlichen Industriestaaten geführt haben. Anschließend wird ein Modell für eine Prognose der Langlebigkeitsentwicklung vorgestellt. Dies zeigt eine höhere zukünftige Lebenserwartung, als bisher angenommen. Daher werden für Pensionsfonds, Versicherungen und öffentliche Einrichtungen Handlungsempfehlungen zum Management des Langlebigkeitsrisikos vorgenommen, beispielsweise ein Risikotransfer an Dritte.