Institutionelle sehen Volatilität und Staatsschulden als größte Risiken
Die letzten Monate haben Volatilität wieder zum größten Risiko in der Wahrnehmung institutioneller Investoren werden lassen. Zudem hat die Krise um die Staatsschulden die Sorgen um Kontrahentenrisiken und Liquidität verstärkt, berichtet Allianz Global Investors im aktuellen RiskMonitor. Die zweite AllianzGI RiskMonitor-Umfrage wurde vom 5. September bis 3. Oktober 2011 in elf europäischen Ländern (Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Schweden und der Schweiz) durchgeführt. An der Umfrage haben 140 institutionelle Investoren (überwiegend Pensionseinrichtungen) teilgenommen.
Während sich mit fast 90 % die Mehrheit der Befragten über Marktvolatilität und ein plötzliches Einbrechen der Aktienmarkt sorgt, ist die Schuldenkrise inzwischen an Platz zwei der größten Risiken gerückt. 35 % der Studienteilnehmer sehen durch die Krise unmittelbar ihrer Investmentziele innerhalb der nächsten 12 Monate bedroht. Weitere 46,8 % sehen ein hohes Risiko. Dies gilt besonders für die Institutionen aus südeuropäischen Ländern, von denen keines die Schuldenkrise als geringfügig einstuft.
Quelle: Allianz Global Investors
Besonders schwer wiegen in der aktuellen Marktlage die gegenseitigen Abhängigkeiten der Asset-Klassen, sowie die Verbindung mit Gegenparteien- und Liquiditätsrisiken. Über 60 % nehmen daher Tail-Risiken ebenfalls als Gefahr war und damit 14 % mehr als noch vor einem halben Jahr.
Umso überraschender ist, dass 39,9 % der Anleger Diversifikation als Hauptmittel gegen Risiken einsetzen. Durationsmanagement als bestes Mittel hat sich von 8 % auf 14,5 % Nennungen erhöht, dynamisches Risikomanagement von 6 % auf 12,3 %.
Quelle: Allianz Global Investors