Institutionelle Nachfrage treibt Alternative-UCITS-Wachstum
Während sich das Asset-Wachstum traditioneller Hedgefonds verlangsamt, gehen immer mehr Hedgefonds-Anbieter in Europa mit einem regulierten UCITS-Vehikel an den Markt, wie die Anfang November veröffentlichte achte Hedgefonds-Studie von EY zeigt. Grund für diese Entwicklung ist vor allem eine veränderte institutionelle Nachfrage. Vor zwei Jahren noch gab jeder fünfte Investor an, traditionelle Hedgefonds-Anlagen ausbauen zu wollen. Aktuell planen drei Viertel der befragten institutionellen Investoren keine weiteren Investitionen. 40 Prozent der Investoren geben an, zwar mehr in alternative Strategien investieren zu wollen, aber durch in- und externe Hürden beschränkt zu sein. Die Umfrage zeigt, dass Hedgefonds-Anbieter infolgedessen ihr Produktangebot aus- und umbauen.
Quelle: EY
So sind in Europa mehr als 60 Prozent der Hedgefonds-Anbieter mit einem regulierten UCITS-Vehikel am Markt. Insbesondere große Anbieter, mit mehr als 10 Mrd. US-Dollar verwaltetem Vermögen, gehen diesen Weg. Die kleineren Anbieter haben der Umfrage zufolge häufiger Schwierigkeiten die nötige Infrastruktur aufzubauen und gleichzeitig kosteneffizient zu bleiben.
Auf Investorenseite besteht demnach hohe Nachfrage, die der Umfrage zufolge vor allem von den großen Anbietern bedient wird. Unter den befragten Altersvorsorgeeinrichtungen und Stiftungen ist jeder zweite bereits in liquiden alternativen Vehikeln investiert oder plant ein Investment. Insbesondere Alternative-UCITS-Fonds werden der Umfrage zufolge von institutionellen Investoren nachgefragt.

Quelle: EY
Investoren richten dabei ihr Augenmerk weniger auf die jüngste Performance, sondern berücksichtigen vor allem die dahinter stehende Philosophie und den Investmentprozess. Absolut Research analysiert in der monatlich erscheinenden Publikation Absolut|monitor - Alternative UCITS mehr als 800 alternativen Strategien im UCITS-Format.
Mit Performance, Werttreibern und Risikofaktoren von alternativen UCITS-Fonds beschäftigen sich auch Prof. Dr. Wolfgang Drobetz von der Universität Hamburg und Michael Busack und Jan Tille von Absolut Research in ihrem Artikel im Absolut|report 1|2014.