16.12.2010 | Studie

Institutionelle Investoren verbessern Risikomanagement

Institutionelle Investoren in Deutschland haben ihr Risikomanagement in den letzten zwei Jahren deutlich verbessert, berichtet eine aktuelle Studie von Complementa und dem Bayerischen Finanz Zentrum (BFZ) e.V. Die Studie konzentriert sich auf Veränderungen im institutionellen Risikomanagement im Vergleich zu der im Jahr 2008 erstmals durchgeführten Vorgängerversion "Governance von Kapitalanlagen". Kernthemen sind die Bereiche Risikomessung, Risikosteuerung und Overlay Management. Für die Studie wurden 49 institutionelle Investoren aus Deutschland befragt, die gemeinsam ein Anlagevolumen von über 40 Milliarden Euro repräsentieren.

Die Professionalisierung des Asset Managements nimmt weiter zu. 92 % der befragten Investoren haben eine strategische Asset Allocation definiert, die sich bestimmten Marktgegebenheiten anpasst. Allerdings führen nur 68 % ein regelmäßiges Performance- und Risikoreporting durch. Ebenfalls untersuchen nur 41 %  die Effekte der taktischen Asset Allocation. Der Anteil der Institutionen die ein Overlay Management durchführen ist mit 76 % hoch, allerdings bewerten nur die Hälfte der durchführenden Institutionen die Auswirkungen des Overlay auf die Performance des Portfolios. Neben Reportings werden Benchmarking mit 78 % und Value-at-Risk mit 71 % als zentrale Kennzahlen zur Performance- und Risikomessung genutzt.
Insgesamt hat die Verwendung von Risikomanagementmethoden im Vergleich zur ersten Studie in den letzten zwei Jahren deutlich zugenommen, allerdings zeigen sich im Durchschnitt auch noch erhebliche Defizite.


Quelle: Bayerisches Finanz Zentrum, Complementa

Künftige Herausforderungen sehen die Teilnehmer vor allem in der Identifikation und Messung von Risiken, dem Einsatz von qualifiziertem Personal und bei der Portfoliosteuerung.

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