Institutionelle Investoren setzen auf ETFs
Die Beliebtheit börsennotierter Investmentfonds (ETFs) setzt sich auch in diesem Jahr fort, stellt Moody's in einer aktuellen Studie zum amerikanischen Markt fest. Insbesondere für ein Exposure in Nischenmärkten oder zu Hedging-Absichten greifen institutionelle Investoren immer häufiger auf ETFs zurück. Hauptgrund sind die niedrigen laufenden Kosten sowie die hohe Liquidität und Transparenz dieser überwiegend passiven Produkte. Die steigende Angebotsvielfalt führt unterdessen dazu, dass ETFs auch eine immer größere Rolle in der strategischen Asset Allokation einnehmen. Über die Hälfte aller ausstehenden amerikanischen ETF-Anteile liegt demnach in institutionellen Portfolios.
Quelle: Moody's
Die Eigentümerstruktur der größten 20 ETFs zeigt, dass rund 64 % der ausstehenden Anteile von institutionellen Investoren gehalten werden. Da ETFs auch zum Aufbau von Short-Positionen genutzt werden, ergeben sich (aufgrund von Doppelzählung) teilweise Besitzanteile von mehr 100 %. Der Russell 2000 Index etwa kommt auf einen institutionellen Besitzanteil von mehr als 130 %, was dafür spricht, dass ETFs auch verstärkt für taktische Investments, etwa als Tail Hedge eingesetzt werden.
Quelle: Moody's
Auch für den Zugang zu Nischenmärkten rücken ETFs immer mehr in den Mittelpunkt. Insbesondere für ein Exposure in Schwellenländern stellen ETFs einen liquiden Zugangsweg dar. Auch die traditionellen amerikanischen Geldmarktfonds sehen sich bedroht, da Investoren für kurzfristige Anlagen immer häufiger in ETFs investieren.