04.02.2010 | Studie

Institutionelle Investoren richten Risikomanagement neu aus

Institutionelle Anleger begegneten während der Finanzkrise Risiken, denen sie vorher nicht oder nicht in diesem Ausmaß ausgesetzt waren. Dies war einerseits die plötzlich einsetzende Downside-Korrelation fast aller risikobehafteter Anlageklassen, andereseits Liquiditäts- und Kontrahentenrisiken. Eine Ende Dezember erschienene Studie von MSCI Barra zeigt, dass dies zu einer Neuausrichtung des Risikomanagements bei diesen Investoren führte. Für die Studie wurden weltweit 34 große institutionelle Anleger mit gemeinsam mehr als vier Billionen US-Dollar Assets under Management befragt.


Quelle: MSCI Barra

Das Risikomanagement hatte vor der Krise hauptsächlich eine Reporting- und Kontrollfunktion für die Assets innerhalb einer Asset-Klasse und wurde über verschiedene Kennzahlen wie Value-at-Risk, Tracking Error und Volatilität bestimmt. Ein übergreifendes Risikomanagement fand kaum statt, woraus eine Überschätzung der Diversifikationsvorteile der Asset-Klassen resultierte. 


Quelle: MSCI Barra

Die Studie beschriebt, wie eine Vielzahl von neuen Methoden und Schwerpunkten für das Risikomanagement identifiziert wurden. Allen voran werden eine Überarbeitung der Funktionen innerhalb des Unternehmens und das Anheben des Risikomanagements auf Unternehmensebene angeführt. Methoden zur Messung und Diversifikation von Kontrahenten- und Liquiditätsrisiken müssten geschaffen sowie umfangreiche Stresstests implementiert werden. Diese Faktoren sollen zudem bei der Auswahl von Managern verstärkt Berücksichtigung finden.

Interessenten können die Studie direkt von MSCI Barra über folgenden Link beziehen.

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