Institutionelle Investoren in Deutschland nutzen vermehrt ETFs
Etwa 80% der Assets under Management (AuM) von ETFs in Deutschland werden für institutionelle Investoren verwaltet, obwohl der Anteil von ETFs an deren Asset Allocation noch relativ gering ist, schreibt Kommalpha in einer Ende November erschienenen Studie. Sie enthält einen ausführlichen Überblick über den deutschen ETF-Markt sowie die Ergebnisse einer Befragung von 122 institutionellen Investoren zu der Verwendung von ETFs in ihren Portfolios. 18,5% gaben an, dass der Anteil von ETFs an der Asset Allocation 15% bis 20% oder mehr beträgt. Bei knapp 60% beträgt der Anteil 10% oder weniger. Wichtigster Verwendungszweck sind für 28,7% die Optimierung des Rendite-Risiko-Profils und für 27,9% die Umsetzung einer Core-Satellite-Strategie. 18,9% nutzen ETFs zur Erschließung bisher ungenutzter Anlageklassen.
Quelle: Kommalpha
Von den Vorteilen von ETFs wird die hohe Handelbarkeit am meisten geschätzt (45,1%), gefolgt von Transparenz (39,3%) und Liquidität (38,5%). Als wesentliche Nachteile wird von 39,3% die Negierung von Outperformance gesehen, gefolgt von mangelnder Transparenz der zugrunde liegenden Indizes (17,2%) oder der Preisfeststellung an der Börse (15,6%).
Quelle: Kommalpha
Deutschland ist der größte ETF-Markt in Europa. Seit der Lancierung der ersten ETFs im Jahr 2000 hat sich die Anzahl auf 450 Fonds mit 90,06 Mrd. Euro AuM erhöht, bei konstant zweistelligen Wachstumsraten. Den größten Anteil machen Aktien-ETFs auf Regionen aus, gefolgt von Fixed Income und Länder-ETFs. Größter Anbieter auf dem deutschen Markt ist iShares mit 44,97% Marktanteil. Dahinter folgen gleichauf Lyxor (23,19%) und db-xtrackers (22,35%).
Quelle: Kommalpha