Infrastruktur weiterhin stark wachsender Sektor
Neben dem weltweiten Anstieg der Bevölkerung sorgt vor allem das starke Wirtschaftswachstum in Schwellenländern wie China und Indien in Zukunft für eine unverändert hohe Nachfrage nach Transportkapazitäten und demnach Infrastrukturinvestitionen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Ende August veröffentlichte Branchenstudie der HSH Nordbank zum Thema Infrastruktur.
Der weltweite Bedarf an Infrastrukturinvestitionen wird bis Ende 2030 auf 71 Billionen US-Dollar geschätzt (einschliesslich Elektrizitäts-, Wasser- und Telekommunikationsversorgung). Zitiert wird auch eine Studie von McKinsey, die in den kommenden zwei Jahren mit jährlichen Investitionen in Höhe von 400 Milliarden US-Dollar in Straßennetze und rund 140 Milliarden US-Dollar in die Eisenbahninfrastruktur rechnet.
Aufgrund mangelnder Mittel der öffentlichen Haushalte zur Deckung des hohen Investitionsbedarfs und zu geringer Effizienz bei der Umsetzung von Infrastrukturprojekten gehen die Autoren von einer zunehmenden Bedeutung privater Investoren aus. So sollen rund 11% der etwa drei Billionen US-Dollar für öffentliche Transportinfrastrukturinvestitionen, die von 2005 bis 2010 angefallen sein werden, aus privaten Beteiligungen kommen.