Infrastruktur entwickelt sich zur neuen Asset-Klasse
Alternative Investments werden angesichts schwacher Renditen bei Aktien
und Anleihen immer interessanter. "Die Anlageklasse Infrastruktur hat
großes Wachstumspotential", sagt Jürgen Raeke, Geschäftsführer der
Berenberg Private Capital. Seinen Angaben zufolge fanden allein in den
vergangenen vier Jahren in Europa Transaktionen im Bereich
Infrastruktur in Höhe von rund 150 Milliarden Euro statt.
Mit Infrastruktur hole sich der Investor das beste aus den Welten
Private Equity und Immobilien. Dazu zählten stabile Cash-Flows, eine
geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen sowie dank der
monopolartigen Marktposition ein gut kalkulierbares Risiko. Hinzu
kommt, dass Vermögenswerte des Infrastruktursektors nicht mit anderen
Anlageklassen korrelieren, wodurch das Risiko eines Gesamtportfolios
reduziert werden kann.
"In Ländern wie Australien und Kanada zählt Infrastruktur längst zu den
etablierten Anlageklassen", sagt Axel von Rosen, Leiter der Münchener
Niederlassung des Fondsinitiators Macquarie. Die australische
Bank-Gruppe hat jahrelange Erfahrung mit Infrastruktur-Projekten und
bereits weltweit 19 Infrastrukturfonds aufgelegt, von denen zehn an der
Börse gelistet sind. Zu den Produkten zählen Fonds, die weltweit
ausschließlich in Flughäfen oder Mautstraßen investieren. Mit dem
Macquarie Infrastrukturfonds Nr. 1 ist vor kurzem ein Produkt erstmals
für deutsche Investoren zugänglich gewesen.