12.07.2006 | 

Indexgebundene Rohstoffanlage birgt Verlustgefahr

Investoren sollten direkt in Rohstoffe und Rohstoffaktien investieren statt einfach Indizes zu folgen, die die Rohstoffterminpreise abbilden. Mercer Investment Consulting warnt davor, dass anhaltende Mittelzuflüsse zu den Rohstoffmärkten die Terminpreise für die entferntere Lieferung tendenziell in die Höhe treiben.

Dies berge ein stetiges Risiko, wenn die Terminkontrakte auslaufen, heißt es in einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg. Stellen Finanzanleger ihre Kontrakte glatt, um ihre Positionen für den Folgezeitraum zu verlängern, fahren sie unter Umständen beim Verkauf ein Minus ein. Sind die Rohstoffpreise zur baldigen Lieferung nämlich billiger als Kontrakte zur Lieferung in entfernterer Zukunft, könnte die Indexstrategie Verluste bringen. Fonds, die Rohstoffindizes folgen, müssen ihre Terminkontrakte regelmäßig verlängern, und das belastet die Performance.

Die für starre Anlageschemata ungünstige Contango-Situation der höheren Preise für den späteren Terminkauf zeigt sich gegenwärtig bei Rohöl und Aluminium - und sie könnte nach Ansicht der Mercer-Experten anhalten. "Für Investoren, die passiv einem Rohstoffindex folgen, ist der Spielraum für Enttäuschungen groß", sagte Andy Green, Europa-Direktor für Anlagestrategie bei Mercer . "Solche Investments dürften nicht so günstig sein wie direkt in Energie- oder Bergbauaktien zu investieren oder aktiv verwaltete Strategien zu fahren."

 

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