06.03.2012 | Märkte

Immobilienmärkte Deutschland, Österreich und Schweiz

Ernst & Young hat Anfang des Jahres die Trendbarometer für die Immobilienmärkte Deutschlands, Österreichs und der Schweiz veröffentlicht. Alle drei Regionen gelten als hochattraktiv für Investoren.

In Deutschland blieb der Transaktionsmarkt für Immobilien im Jahr 2011 von der Euro-Krise weitgehend unberührt. Das Transaktionsvolumen liegt zwar noch weit unter den Top-Werten von 2006 und 2007, hat seit 2009 allerdings wieder kontinuierlich zugenommen. Praktisch alle Gruppen von Immobilieninvestoren halten Deutschland für eine attraktive Anlageregion. Österreich wird im Direktvergleich etwas weniger gut, allerdings immer noch als sehr vorteilhaft eingeschätzt.




Quelle: Ernst & Young

Die Schweiz glänzt ebenfalls mit einer hohen Wertschätzung der Immobilieninvestoren. Inflationssorgen und die Schuldenkrise werden in allen Ländern als wichtige Gründe mehr Immobilienengagement genannt. Die Umsetzung von Solvency II dürfte zudem den Anteil an Immobilienfremdfinanzierungen durch Versicherungen erhöhen, da diese weniger Eigenmittel erfordern. Wohnimmobilien gelten im Durchschnitt als attraktivste Investmentgruppe für das nächste Jahr. Lediglich in den momentan im Aufwind befindlichen Ländern wie Deutschland werden hingegen auch Büro- und Einzelhandelsimmobilien als attraktiv eingeschätzt.  


Quelle: Ernst & Young

Der in diesem Zusammenhang ebenfalls erschienene Report "Immobilienmarkt: Deutschland trotzt der Euro-Krise" sieht die polyzentrale Struktur Deutschlands als eine besondere Stärke des Landes, die Immobilieninvestoren sehr schätzen.
In diesem Zusammenhang wird allerdings erwähnt, dass Deutschland im Ranking des von Transparency International berechneten Corruption Perception Index mit Platz 14 von 182 eine sehr gute Platzierung belegt, die Bau- und Immobilienbranche insgesamt international allerdings einen der hintersten Plätze belegt bei der Neigung zu Bestechung und Korruption. Hier liegen sowohl haftungsrechtliche als auch Geschäftsrisiken, schreibt Ernst & Young.

Mehr zum Thema "Immobilien Real Estate"
zurück