Immobilien und Infrastruktur in der institutionellen Asset Allocation
Ende März veröffentlichte die Steinbeis Hochschule Berlin eine Studie zur Verwendung von Immobilien- und Infrastrukturinvestments durch institutionelle Investoren in Deutschland. Beide Formen der "Real Assets" sind bei Investoren demnach beliebt, Immobilien werden jedoch wegen verschiedener Gründe häufiger verwendet.
Der Immobilienanteil an den Portfolien beträgt bei den befragten Institutionen demnach 6,8 % und soll innerhalb der nächsten drei Jahre auf 8,4 % steigen. Besonders aktiv in dieser Asset-Klasse sind kirchliche Einrichtungen und Stiftungen, die ihren Anteil von 15,4 % auf 20 % ausbauen wollen.
Der Schwerpunkt liegt auf Gewerbeimmobilien, insbesondere Büros. Außerdem sind über die Hälfte der Standorte in Deutschland, über 80 % in Westeuropa. In Deutschland erfolgen Immobilieninvestments meistens über Fonds und direkte Investments, während REITs noch unbedeutend sind. Als wichtigste Trends werden Core-Investments, Wohnimmobilien und Green Buildings identifiziert.
Quelle: Steinbeis Hochschule Berlin
Der Anteil an Infrastrukturinvestments ist in den institutionellen Portfolien vergleichsweise gering, mit durchschnittlich lediglich 0,7 % bei den Studienteilnehmern. Geplant ist eine Ausweitung auf 1,6 %. Hier zeigen sich Versicherungen und Pensionseinrichtungen am aktivsten, mit Zielallokationen um 2 %. Mit 43 % Zustimmung wird hauptsächlich in alternative Energien investiert. Dahinter folgen Häfen mit 13,5 % und Flughäfen mit 11,5 %. Das größte Potential liegt nach Ansicht der Institutionen in der Grundversorgung mit Strom, Wasser und Gas.
Laut der Studie schätzen Investoren an Infrastrukturinvestments ihr Diversifikationspotential, stabile Cash Flows und ihre Wertstabilität. Schwierigkeiten bereiten im Vergleich zu Immobilien das niedrigere Know-How der Investoren und das als gering eingeschätzte Produktangebot.
Quelle: Steinbeis Hochschule Berlin
Die Studie kann über das Research Center for Financial Services der Steinbeis Hochschule Berlin bezogen werden.