IMF veröffentlicht Indikatorset zur Untersuchung von globalen Konjunkturzyklen
Eine Mitte Februar erschienene Research-Arbeit des International Monetary Fund hat sich zum Ziel gesetzt, anhand von makroökonomischen Indikatoren die Konjunkturzyklen der G7-Staaten zu analysieren und zu überwachen. Der Schwerpunkt wird auf die Unterscheidung von gemeinsamen Konjunktureinflüssen aufgrund der Globalisierung und landesspezifischer Einflüsse gelegt. Eine Reihe von frei verfügbaren Indikatoren, bspw. BIP, Arbeitslosigkeit und industrielle Produktion werden verwendet, welche vielfach monatlich veröffentlicht werden. Anhand eines dynamischen Faktormodells untersuchen die Autoren anschließend Konjunkturphasen auf Landesebene und anhand der G7 zusammen.
Quelle: IMF (2011)
Es zeigt sich zunächst ein großer Einfluss landesspezifischer Events, wie das verlorene Jahrzehnt Japans und die deutsche Wiedervereinigung. Landesspezifische Faktoren und der gemeinschaftliche Faktor wechseln sich in der Bedeutung der konjunkturellen Entwicklung ab. Insgesamt ist seit den 2000er Jahren jedoch eine zunehmende Synchronisation der konjunkturellen Entwicklung. In der Finanzkrise erreichte diese ihren bisherigen Höhepunkt.
In allen Ländern der G7 zeigen sich positive und signifikante Einflüsse der gemeinsamen Konjunktur. Das Modell kann somit als Hilfestellung bei regionalen und globalen Konjunktureinschätzungen dienen.
Quelle: IMF (2011)