17.05.2011 | Research

IMF untersucht historische Preiszyklen für Häuser-, Kredit- und Aktienmarkt

Ein Research-Paper des Internationalen Währungsfonds (IMF) vom 1. April 2011 analysiert die Preiszyklen in Häuser-, Kredit- und Aktienmarkt zwischen 1960 und 2007. Die Autoren, Stijn Claessens, M. Ayhan Kose und Marco E. Terrones, untersuchen umfassend anhand von Quartalsdaten für 21 hochentwickelte OECD-Staaten die Wechselwirkungen der Preisbewegungen sowohl zwischen den gewählten Asset-Klassen als auch zwischen nationalen und internationalen Märkten. Sie stellen fest, dass die Preiszyklen auf dem Kredit- und Häusermarkt innerhalb eines Landes äußerst synchron verlaufen und ausgeprägter als Kreditpreiszyklen sind. Die internationale Synchronisierung der Preiszyklen ist ebenfalls hoch, besonders zwischen Aktien- und Kreditmärkten. Darüber hinaus belegen die Autoren auch eine stetig zunehmende internationale Synchronisierung der Preisbewegungen und weisen auf die damit verbundenen steigenden Risiken für die Stabilität des globalen Finanzsystems hin.


Quelle: IMF (2011)

Weiterhin beobachten sie, dass sich die Preiszyklen gegenseitig verstärken. Dies gilt besonders für Kredit- und Häuserpreise und zwar sowohl innerhalb eines Landes als auch zwischen Ländern. Bei einer Globalisierung der Preisabschwünge sind es vor allem Aktien- und Kreditmärkte, die für besonders lange und kostspielige Perioden verantwortlich sind.


Quelle: IMF (2011)

Ausgehend von den Ergebnissen der Studie können die Einflussgrößen für Dauer und Größe der Preiszyklen analysiert werden. Dies ist insbesondere bei der Rolle der nationalen Finanzmärkte und des institutionellen Umfelds nutzbar.

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