IMF beschreibt Wege zum Schuldenabbau
Neben den globalen und regionalen Wachstumsaussichten beschäftigte sich der International Monetary Fund in dem Mitte Oktober veröffentlichten "World Economic Oulook" mit der hohen Staatsverschuldung in einigen europäischen Staaten, Japan sowie der USA. Anhand von historischen Fallbeispielen werden Schuldenquoten, die über 100 % des BIP liegen und Möglichkeiten zu deren Abbau diskutiert. Die Reaktionen der Kapitalmärkte auf den hohen Schuldenstand machen einen Abbau notwendig, schreibt der IMF. Dies wird weitgehend auch von der Politik als unstrittig angesehen, allerdings werden die geeigneten Maßnahmen zur Umsetzung des Schuldenabbaus höchst konträr beurteilt.
Quelle: IMF
Der IMF kommt zu dem Schluss, dass die drei folgenden Rahmenbedingungen gemeinsam notwendig sind, um den Schuldenabbau zu fördern. Zunächst ist eine fiskalische Konsolidierung notwendig sowie Strukturreformen, die Wachstum fördern. Zweitens müssen die Konsolidierung und die Reformen persistent erfolgen und nicht temporär. Drittens benötigt ein Schuldenabbau viel Zeit. Zudem sind die indirekten Konsequenzen mitunter unpopulär. Wie die Fallbeispiele zeigen, ist ein Großteil der erfolgreichen Konsolidierungen auf Inflation und niedrige nominale Zinssätze zurückzuführen, nur sehr selten hingegen auf volkswirtschaftliches Wachstum. Diese Form der Repression trifft vor allem die Bürger und Investoren.
Quelle: IMF