18.03.2019 | Research

Hoher Turnover reduziert aktive Rendite von Fonds

Andrew und Mariana Clare von City University of London bzw. dem Imperial College haben in einem Researchpaper untersucht, welche Indikatoren sich zur Prognose zukünftiger benchmarkadjustierter Renditen von Fonds eignen. Zunächst untersuchen die Autoren, ob die Performance der Vergangenheit ein Indikator für die Zukunft darstellt. Eine gewisse Performance-Persistenz lässt sich zwar feststellen, jedoch betrifft diese vornehmlich den negativen Bereich. Dies bedeutet, dass die Fonds mit der schwächsten benchmarkadjustierten Rendite in der Vergangenheit dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft sein werden. Das Sample umfasst 2.159 Fonds für den Zeitraum 2000 bis 2017. Dabei werden sowohl weiterhin bestehende als auch abgewickelte Produkte berücksichtigt.


Quelle: Clare, Clare, 2018

Ein sehr hoher Tracking Error geht ebenfalls mit schwacher Rendite in der Zukunft einher. Die konsistentesten Ergebnisse liefert die Information Ratio: je höher die Information Ratio der Vergangenheit, desto besser die benchmarkadjustierte Rendite in der Zukunft. Eine ähnliche Konsistenz ergibt sich für die Vier-Faktor-Alphas der Fonds: Höhere Alphas gehen mit höherer zukünftiger Performance einher.


Quelle: Clare, Clare, 2018

Zwei weitere Indikatoren, die eine gewisse Prognosekraft haben, sind Turnover und Inflows. Sehr hohe und sehr niedrige Turnovers beeinflussen die Performance negativ. Bei hohen Turnovers lässt sich dies wenig überraschend auf höhere Transaktionskosten zurückführen, bei niedrigen Turnovers besteht die Möglichkeit, dass das Management den Fonds vernachlässigt hat oder keine guten Ideen hatte. Starke Zuflüsse durch Investoren führen ebenfalls zu einer schlechteren Performance in der Zukunft. Grund hierfür kann sein, dass sich das Management durch die Flows ablenken lässt.


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