Hohe Liquiditätsprämien in Publikumsfonds
Publikumsfonds weisen ein unterschiedlich hohes Liquiditätsrisiko aus, welches in direktem Zusammenhang mit der Performance steht, berichtet eine wissenschaftliche Arbeit der Universitäten Boston, Clark und Insead. Die Übernahme von Liquiditätsrisiken führe zu einer Outperformance von 6 % p.a. zwischen 1983 und 2009. Als Datengrundlage dient die CRSP Survivor-Bias-Free-Database, die umfangreiche Daten der US-Fondsindustrie enthält. Die Ergebnisse sind konsistent zwischen verschiedenen Asset-Klassen und Investmentstilen.
Quelle: Dong, Feng, Sadka (2011)
Die drei Autoren stellen einen Liquiditätsfaktor vor, anhand derer das "Liquiditäts-Beta" der Fonds bestimmt wird, statt die Fondsportfolios zu verwenden. Dies ermöglicht eine Messung der Ausprägung des Liquiditätsrisikos, ohne die Zusammensetzung der Portfolios zu kennen. Die Anwendung des Liquiditätsfaktors kann daher für Investoren von großem Nutzen bei der Auswahl von institutionellen Publikumsfonds sein.
Weitere Ergebnisse der Arbeit weisen zudem auf einen Zusammenhang von Liquiditätsprämien mit Performance-Persistenz, dem Smart-Money-Effekt und dem Size-Effekt hin.
Quelle: Dong, Feng, Sadka (2011)
Abonnenten des Absolut|report finden zum gleichen Thema die Zusammenfassung und das Original des Papers "Liquidity as an Investment Style", welches Liquidität als Style-Faktor vorstellt, unter der Rubrik "Research Review" im Absolut|report Ausgabe 6|2010.
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