Hindernisse bei der Berücksichtigung von Klimarisiken
Viele Investoren wünschen sich stärkere regulatorische Klarheit, um Klimarisken besser zu berücksichtigen und bepreisen zu können, zeigt eine Studie von Create, KPMG und CAIA. Demnach sind 70 % der weltweit befragten 90 institutionellen Anleger der Meinung, das bspw. die Regulierung von Altersvorsorge-Portfolios stärker Carbon-Risiken in den Mittelpunkt stellen sollte. Ein weiterer Faktor, der Kapitalmärkte daran hindert Klimarisiken effektiv zu berücksichtigen, sind zu niedrige Carbon Taxes, meinen 68 % der Befragten. Zudem begünstigen Cap-and-Trade-Schemes, wie bspw. in der EU, in ihrer gegenwärtigen Gestaltung eher den Emittenten als eine nachhaltige Reduktion von Emissionstätigkeiten zu bewirken.

Quelle: Create, KPMG, CAIA Association
Auch die Kapitalmarktteilnehmer selbst stehen der Integration von Klimarisiken teilweise im Weg. So gaben 71 % der Befragten an, dass der starke Fokus auf kurzfristige Gewinnen gegenüber langfristiger Wertschöpfung die nachhaltige Entwicklung behindern. Ebenfalls gaben 67 % an, dass negative Externalitäten ein Grundproblem freier Kapitalmärkte seien. 66 % sahen das vergangene Jahrzehnt unkonventioneller Geldpolitik in der Schuld, Risikoprämien, nicht nur für Klimaaspekte, verzerrt zu haben und damit effiziente Allokationen zu behindern.

Quelle: Create, KPMG, CAIA Association
Als Dauerthema wurde von 79 % der Befragten die mangelnde Datenverfügbarkeit genannt. Auch die fehlende Regulierung von Unternehmen, entsprechende Daten zu berichten, wurde von 76 % der Umfrageteilnehmer als kritisch bewertet. Für die Studie wurden institutionelle Investoren und Asset Manager, die als Early Adopter im Climate Investing gelten, mit einem kombinierten Anlagevolumen von 34,5 Bill. US-Dollar befragt.
Mit der Publikation Absolut|impact zeigt Absolut Research das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren auf. Anleger erfahren durch Fachbeiträge zu Strategien, Trends, Methoden und Regulierung, wie sie nicht nur ihr Portfolio, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen (mit)gestalten können.