Herausforderungen für aktive Fondsmanager
Das starke Wachstum passiver Investmentfonds, allen voran des ETF-Markts, übt immer stärkeren Druck auf die Manager aktiver Fonds aus. Mit den Herausforderungen und Lösungsansätzen befasst sich eine Ende 2013 erschienene Studie von BNY Mellon. Demnach zeigt sich die globale Fondsindustrie insgesamt gut erholt, nachdem in der Finanzkrise massive Mittelabflüsse zu verzeichnen waren. Das passiv verwaltete Vermögen wuchs in der Vergangenheit allerdings fast doppelt so stark wie das aktiv verwaltete. Getrieben vom Preisdruck im passiven Marktsegment sanken die Gebühren auch im aktiven Fondsmarkt. Laut BNY Mellon sinkt die durchschnittliche Gesamtkostenquote jährlich um rund einen Prozentpunkt.
Quelle: BNY Mellon
Gleichzeitig verursachen öffentliche Regulierungsvorschriften immer neue Kosten und drücken die Profitabilität zusätzlich. Abhilfe im Umfeld sinkender Umsätze und steigender Kosten sehen die Autoren in der gezielten Fokussierung auf Innovation. Während kleine Asset Manager vor allem durch Kundenanfragen zu Innovation getrieben werden, geben große Häuser an, die staatlichen Eingriffe als Anlass zu Produktinnovation zu nehmen. Ebenso betont die Studie, dass die Eintrittsbarrieren für neue Manager durch die Regularien seit der Finanzkrise erhöht wurden mit der Folge, dass bestehende Marktteilnehmer Vorteile besitzen, wenn sie das straffere Regelwerk als Opportunität verstehen und nutzen.
Quelle: BNY Mellon
Dazu zähle eine konsequente Umsetzung und gegebenenfalls Rückbesinnung auf die eigenen Stärken. Gleichzeitig sollten interne Strukturen geschaffen werden, die Innovationen und Informationsaustausch in den Mittelpunkt stellen und stärker systematisieren.