15.06.2011 | Studie

Hedgefondsmanager planen Fonds in reguliertem EU-Rahmen

Eine aktuelle Studie von KPMG und RBC Dexia zeigt, dass ein großer Teil von Hedgefondsmanagern bereits einen regulierten Ableger von Offshore-Hedgefonds in der Europäischen Union gegründet hat oder dies plant. Befragt wurden 49 Hedgefondsunternehmen mit 160 Mrd. US-Dollar Assets under Management. 24 % der Befragten gaben, an bereits einen Fonds in der EU aufgelegt zu haben, 27 % planen einen EU-Ableger. Als Hauptgründe werden die Restriktionen europäischer institutioneller Investoren bei Investments in Offshore-Fonds und die Möglichkeit zur Umsetzung von Hedgefondsstrategien im UCITS-Format angegeben.


Quelle: KPMG, RBC Dexia

In der EU gibt es traditionell keine einheitliche Rechtsform für Hedgefonds. Die Einführung der neuen AIFM-Direktive in Verbindung mit dem EU-Pass zum Vertrieb von Fonds wird mehr Homogenisierung bringen und eine Reihe von Offshore-Hedgefonds in regulierte EU-Rechtsformen führen. Während bei den bisherigen Ansiedlungen UCITS und andere Rechtsformen gleich häufig genutzt wurden, plant die Mehrheit bei zukünftigen Ansiedlungen andere Formen als UCITS zu wählen. Die Studienteilnehmer gaben an, andere Durchführungswege zu bevorzugen, da im UCITS-Mantel manche Strategien nicht durchführbar seien.


Quelle: KPMG, RBC Dexia

Als wichtigste Standorte für regulierte Hedgefonds dürften sich Luxemburg und Irland weiter etablieren. Diese beiden Länder stellen derzeit bereits für rund zwei Drittel der UCITS- und Absolute-Return-Fonds in Europa das Domizil dar, wie die monatliche erscheinende Analyse Monitor UCITS Alternative Strategies von Absolut Research zeigt.
Des Weiteren zeigt etwas weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen keine Intention zur Ansiedlung von Fonds in der EU. Diese gaben an, keine Nachfrage von Investoren aus der EU nach ihren Fonds zu haben.

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